Freitag, 13. Mai 2016

Rundumschau 13: Die Vermessung des Lebens

Die Vermessung des Lebens: Lifelogging ist ein Artikel auf focus.de, der erzählt, wie sich ein Mensch konsequent vermisst: Schrittzähler, Herzrhythmuscontroller, Schlafüberwachung setzen sich zu einem digitalen Tagebuch zusammen!
Der Soziologe Stefan Selke schrieb das Buch Lifelogging. Wie die digitale Selbstvermessung unsere Gesellschaft verändert und hinterfragt das dadurch entstehende Menschenbild: ist das unmessbare wirklich so furchtbar, wie es den Messfanatikern erscheint?
Stefan Selke (Quelle Bildschirmfoto)
Wo bleibt die Sinnesfreude, wenn die Vermessung puritanisch betrieben wird! Lifelogging dient letztlich der Kontrolle und Normierung, womit dem Kapitalismus in die Hände gespielt wird, indem dessen Prinzipien ins Privatleben übertragen werden. Macht das einer für sich selbst, ist es das eine, dient es aber der Aussonderung derer, die die Norm nicht erfüllen, langen wir dort an, wo Raucher höhere Krankenkassenprämien bezahlen oder Unangepasste aussortiert werden...

Und hier noch ein Vortrag von Stefan Selke zu selbigem Thema:

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