Dienstag, 15. Dezember 2015

Charlote Kons Traritralalatra die Post ist nicht da...

Charlotte Kons konnte kurzfristig nicht wie geplant anreisen um ihre Arbeit vorzustellen. Also wagten wir wieder einmal den Versuch der Postzustellung.

Anbei der erste Kommentar Charlottes, nachdem sie das Paket aufgeben wollte:
"Ah!...sie möchten etwas in die Schweiz verschicken? Dazu müssen sie für jedes einzelne Teil, was sie da verschicken wollen eine Ursprungserklärung abgeben. Es ist aussereuropäisches Ausland."
"Eine...was?"
"Ursprungserklärung."
"Was ist das genau?"
"Naja, wenn sie sagen, dass sie Papier, Pappe, Bleistifte ...und was sagten sie noch einmal???... verschicken wollen...dann müssen sie für jedes dieser Teile das genau Herstellungsland und den Produzenten angeben!"
"Für die Pappe die ich bei BOESNER gekauft habe? BOESNER reicht da nicht aus?"
"Ja..."
"Und das Papier, dass ich vor drei Jahren...- ich weiß nicht mehr, wo ich es gekauft habe...?"
"Ja...dafür auch...und eben auch für den Rest!"
"Für die Bleistifte von STAEDLER? Von Herlitz? Für den Spitzer von...von was ist der eigentlich??"
"Einen was? EINEN ANSPITZER? Ist der aus Metall?"
"Ja...so ein kleiner Doppelspitzer. Warum fragen sie?"
"Moment einmal, ich muß nachsehen, ob der separat unter Gefahrengut fallen könnte..."
"Ja...gut. Ich warte gerne."
..........
"Ja....Hallo?...Nein...er ist kein Gefahrengut, aber für den müssen sie auch die Ursprungserklärung abgeben!"

Bei BOESNER hat man mir- nach ungläubigem Staunen- dann Finnland als Pappenhersteller nennen können. Herlitz produziert die Bleistifte in Fernost (schüttelndes Gelächter in allen vier erreichten Fachbereichen in Berlin), bei STAEDLER steht MadeInGermany drauf...naja ...und die Spitzerfirma aus Berlin hat mich an ihre Zollabteilung weitergeleitet, um herauszufinden, dass dieser in Germany gemadet wird ("Sie sind sich sicher, dass es sich nicht um einen Scherz handelt bei ihnen???").
Ich hoffe mal, dass das gut ausgeht und der Schweizer Zoll meinen Ursprungsoffenbahrungseid so annimmt, wie ich ihn beigefügt habe.

Zur Sicherheit mailte mir Charlotte dann Bildmaterial und Konzept ihres Ausstellungsbeitrages:

Doch was passierte nun mit dem Paket, welches nun für erstaunliche 160 Euro express mit Zustellgarantie nach Noseland unterwegs düste?

Am Donnerstag herrschte noch eitel Aufbruchstimmung, welche am Freitagmittag abrupt gebremst wurde (facebook Eintrag vom 4. Dezember):
Charlotte Kons Soso...Aha...es sollte eigentlich bis heute Abend in der Schweiz in Noseland sein...und jetzt gerade sehe ich das es heute Mittag in einem Zollamt anfing zu warten... Vielleicht doch einer der Bleistifte statt aus Germany oder aus Indonesien aus... China?

Nach ersten telefonischen Abklärungen hiess es immer noch, dass das Paket an diesem Tag ankommen könne, was dann allerdings nicht geschah! Am Samstag postete Charlotte folgendes auf facebook:
Charlotte Kons "Gute Tag- ich habe eine Frage zu meinem Paket. Ich gebe ihnen die Frachtnummer- vielleicht können sie mir ja weiterhelfen?" "Sicherlich...gerne. Einen Moment bitte...ihr Paket liegt im Zollamt Basel. Da sie jedoch Standard gebucht haben...." "MOMENT!? STANDARD? FÜR 160 Euro???" "Nein, eigentlich haben sie Recht. Für diesen Preis haben sie nicht Standard gebucht, sondern Extraexpress. Das verstehe ich aber jetzt nicht. Hier steht Standard. Dann kann da nur ein Fehler unterlaufen sein. Kann ich sie zurückrufen bitte?" "Ja. Gerne. Ich hoffe, es läßt sich noch etwas bewegen!" "Oh...Nein, da kann ich leider nichts ändern. Auf das schweizer Zollamt habe ich keinen Zugriff. Eventuell erreicht der Empfänger über den Kundendienst der Schweiz noch etwas. Das tut mir wirklich leid. Ich melde mich umgehend dazu bei ihnen!!"


Da ich ja der Empfänger war, rief ich noch den Kundendienst dieser sensationellen Postdienstleistungsgesellschaft an. Eine freundliche Telefonbeantworterstimme erklärte mir, dass leider Wochenende und somit niemand erreichbar sei.
Schlusskommentar Charlotte auf facebook:
Charlotte Kons Und was macht mein Paket, das zielsicher und zeitgleich mit Beginn der Ausstellung in Noseland sein sollte??? Es wird gegen seinen und meinen Willen von der schweizer Zollbehörde umsorgt, bekümmert, bedacht und... in Sicherheit aufbewahrt. SICHER IST DAS!

Nun war alles klar, ich musste die digitalen Ersatzstücke in der Galerie ausstellen:
Das Originalpaket erreichte dann Noseland im Laufe des Dienstagmorgens... zwei Tage nach der Vernissage. Die durch die Zuschauer zu gestaltenden Landkarten, metallischer Spitzer (!) plus Stifte liegen bereit:











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